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Die Großen Sloopsteine(gebräuchlich auch Sloopsteene, plattdeutsch Schloppstäine) auf dem Rothen Berg zwischen Wersen und Westerkappeln sollen ihren Namen von dem “Schlopp”(Bodenluke) haben. Damit ist der Zugang zu der Begräbniskammer gemeint, die aus den seitlich Trägersteinen und den tonnenschweren Decksteinen besteht. In der Grabkammer wurden die Toten nach und nach, wie in immer wieder benutzten Friedhöfen, beerdigt. Die gesamte Anlage war ursprünglich mit Erde abgedeckt.

Wegen ihrer Größe und weil sie ziemlich gut erhalten sind, kennt man die Sloopsteine in ganz Westfalen und im Osnabrücker Raum. Schon vor über 4000 Jahren diente dieses “Megalith”-Grab (aus großen Steinen gebautes Grab)  als letzte Ruhestätte für die gestorbenen Mitglieder der Sippe, die hier damals lebte.

Wie müssen sich die Leute abgerackert haben, um die riesigen Findlinge erst einmal zusammenzusuchen, die während der Eiszeit vor 200,000 Jahren (Saalekaltzeit) aus Skandinavien zu uns kamen. Die Steinzeitmenschen waren keine Riesen, sondern sogar kleiner als wir heutigen Menschen. Vor allem das Aufrichten der seitlichen Trägersteine und das Auflegen der riesigen Decksteine erforderte sehr viel Arbeit. Besonders muss man sich über den passenden Neigungswinkel der Steine wundern, so dass sie in Jahrtausenden nicht durch die tonnenschweren Deckplatten auseinandergedrückt wurden. Die Lücken dazwischen schloss man mit Trockenmauerwerk. Seitlich befand such der Eingang, der nach jeder Bestattung mit größeren Feldsteinen oder Platten versperrt wurde. Der Boden der langen Grabkammer war mit faustgroßen Steinen und zerschlagenen Stücken gepflastert und schließlich mit Sand bestreut. Ursprünglich bedeckte ein länglich-ovaler Erdhügel das Ganze. Da er wohl nicht nur vom Regen und Wind abgetragen wurde, ist zu vermuten, dass man die Steine ausgegraben und mit Erde Löcher aufgefüllt hat. Der Hügel war nämlich durch hochkant gestellte Findlinge gegen Abrutschen gesichert. Sie sind bei den Sloopsteine zum Teil noch vorhanden.

Findlinge:

Ein Findling ist ein einzeln liegender ortsfremder Felsblock mit einer Mindestgröße von einem Kubikmeter. Findlinge gelangten durch Eisverschiebungen während mehrerer Eiszeiten an unterschiedliche Punkte der Erde

 

Große Sloopsteine - liegen im Gebiet der Gemeinde Lotte
Große Sloopsteine - liegen im  Gebiet der Gemeinde Lotte

Sloopsteine

Informationen über Sloopsteine und mehr ...

Zum Standort:
Vom Hunterorther Eschweg aus führt ein Abstecher links in den Wald(Wanderzeichen, u. a. “T” für Töddenweg) und über einen kleinen Waldweg zu den Großen Sloopsteine, die von Buchen-Mischwald(16) umgeben sind.

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